mehrblick

der titel spielt mit dem begehrten meerblick und dem verlangen nach immer mehr. mehr nähe, mehr sicht, mehr abstand zum eigenen alltag. die küste wird zum ort eines zweiten lebens, das für eine zeit den alltag ersetzt. mit dem ende der saison verschwindet dieses leben fast vollständig und hinterlässt eine landschaft aus abwesenheit. meine bilder zeigen diese merkwürdige umkehrung, den moment, in dem ein ort der freiheit und des glücks seine versprechen verliert und eine spröde, beinahe schmerzhafte ästhetik sichtbar wird. zwischen sehnsucht und leere zeigt sich, wie sehr wir orte mit unseren eigenen erwartungen aufladen.

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