geschaffen, um gesehen zu werden, sind diese neonobjekte zu relikten einer vergangenen welt geworden, ohne ihre ikonische kraft verloren zu haben. einst waren sie träger von licht, verführung und eines zeitgeistes, der sich in großen gesten und beinahe grenzenlosem optimismus inszenierte. selbst im verfall behaupten sie eine starke, fast monumentale präsenz.
die figuren begegnen ihnen nicht als bloßer kulisse. sie treten mit den objekten in eine körperliche beziehung, nähern sich ihnen an, lehnen sich an und verschwinden teilweise in ihren formen. daraus entsteht eine dissonanz zwischen pose und patina, zwischen kontrollierter inszenierung und gealtertem versprechen. so entsteht der eindruck eines modeshootings, das keines ist.
gerade darin liegt für mich die spannung der serie. das strahlende neonlicht ist lange verloschen und dennoch bleibt seine erinnerung in den objekten eingeschrieben. die körper treten an die stelle dessen, was diese zeichen einst zum leuchten brachte. so verbinden sich vergangener zeitgeist und gegenwärtige inszenierung zu bildern, in denen schönheit, verfall, begehren und erinnerung gleichzeitig wirksam werden.